Bürogebäude Salzburg, St. Julien-Straße

Modernes Verwaltungs- und Servicezentrum im Herzen von Salzburg

Das neue Verwaltungsgebäude vereint moderne Arbeitswelten mit kundenorientierten Servicebereichen in zentraler Innenstadtlage. Es bietet hochwertige Büroflächen, effiziente Abläufe und ein einladendes Umfeld für Versicherte und Mitarbeitende gleichermaßen. Durch die klare Architektur und die funktionale Gebäudestruktur wurde in gleicher Qualität an die Bestandsgebäude angeschlossen gleichzeitig setzt der Standort einen zeitgemäßen Maßstab für Verwaltungs- und Gesundheitsdienstleistungen in Salzburg.

Errichtung eines 6-geschossigen Verwaltungsgebäudes mit Zahnambulatorium mit ca. 5.100m² Nutzfläche als Zubau zu einem Bestandsprojekt. Ein Teil des Bestandes wurde vor Baubeginn abgebrochen.

Auftraggeber

Immoadd Management GmbH & H14 Projekt GmbH
www.immoadd.at

Leistungen arinco Architekten + Ingenieure

Projektentwicklung, Baugrundsuche, Generalplanung mit Entwurf und Gestaltungsbeirat, Einreichung, Ausführungs- und Detail- inkl. Einrichtungsplanung, künstlerische und technische Oberleitung und örtliche Baubegleitung

Projektbeschreibung

Das Bauprojekt in der St. Julien-Straße umfasst die Errichtung eines modernen und funktionalen Bürogebäudes, das nach aktuellen architektonischen, technischen und energetischen Standards realisiert wurde. Das Gebäude wurde als Teil eines bestehenden Ensembles in zentraler Lage in Salzburg errichtet und dient der Bereitstellung zeitgemäßer Arbeitsflächen für die Verwaltungs- und Organisationsbereiche der Versicherungsanstalt. Die Architektur zeichnet sich durch eine klare, hochwertige und zugleich zurückhaltende Gestaltung aus, die sich harmonisch in das städtische Umfeld einfügt. Der Grundriss wurde so konzipiert, dass eine flexible Nutzung der Büroflächen möglich ist, mit Arbeitsbereichen für unterschiedlich große Teams, Besprechungsräumen, einem repräsentativen Eingangs- und Empfangsbereich sowie mehreren Sozial- und Teeküchenzonen. 

Ein wesentlicher Bestandteil der Gebäudekonzeption ist der tägliche Kundenverkehr. Das Bürogebäude bietet großzügige, gut zugängliche Service-, Warte- und Beratungsbereiche, die speziell auf die Bedürfnisse der Versicherten ausgelegt sind. Die klare Wegeführung, ausreichend bemessene Warteflächen und eine angenehme, helle Gestaltung sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Kundenbetreuung. Zusätzlich beherbergt das Gebäude auch zahnärztlichen Behandlungsräume. Diese Praxisbereiche wurden nach höchsten medizinischen und hygienischen Standards errichtet und verfügen über moderne Behandlungs- und Diagnosetechnik. Die räumliche Integration der Zahnbehandlungen ermöglicht den Versicherten einen direkten und unkomplizierten Zugang zu medizinischen Leistungen innerhalb desselben Gebäudes.

Während der gesamten Planungs- und Bauphase lag der Fokus darauf, eine hohe Qualität und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen, einschließlich sorgfältiger Abstimmung zwischen Architektur, Fachplanungen und Nutzeranforderungen. Mit der Fertigstellung wurde ein zukunftsorientierter Bürostandort geschaffen, der den Mitarbeitenden eine moderne, komfortable und funktional ausgestattete Arbeitsumgebung bietet. Das neue Bürogebäude stellt damit eine nachhaltige Investition in die organisatorische Weiterentwicklung sowie in die langfristige Standortqualität dar.

 

Allgemeines & Facts

  • Neubau mit 6 oberirdischen und 1 unterirdisches Geschoss

  • Der Neubau stellt die Ergänzung eines bestehenden Ensembles dar

  • Adaptierung und Aufbereitung der angrenzenden Bestandsgebäude

  • Bauplatzgröße ca. 3.400m²

  • Bruttogeschoßfläche ca. 10.100m²

  • Der Bau folgt dem Gestaltungsprinzip der bestehenden Blockrandbebauung 

  • Das Gebäude rückt im EG von der Grundgrenze ab, somit ist die erforderliche Ausformung einer durchgehenden Arkade möglich

  • Der Neubau übernimmt die Geschosshöhen der Bestandsgebäude und bindet diese durch ein durchgehendes Stiegenhaus an

  • Ab dem 4.OG bildet der Neubau eine übergreifende Spange über einen Teil des Bestandsensembles

  • Bei der Fassadengestaltung wurde darauf geachtet in Farbe und Materialität an die Bestandsgebäude anzuschließen

 

Planerische Herausforderung

Die Errichtung des Gebäudes in der St. Julien-Straße stellte aufgrund seiner Lage und der markanten städtebaulichen Einbindung besondere planerische und bauliche Anforderungen dar. Der Neubau wurde neben bestehende Baukörper gesetzt, wodurch komplexe Schnittstellen zwischen Alt- und Neubau entstanden. Aus dieser Überlagerung heraus ergaben sich zahlreiche technische, statische, geologische und logistische Herausforderungen, die bereits in der Planung präzise berücksichtigt und während der Bauausführung sorgfältig gesteuert werden mussten.

Statik & Tragwerksplanung

  • Sicherstellung der Standsicherheit des Bestandes während des gesamten Bauablaufs

  • Ertüchtigung oder temporäre Abfangung von tragenden Bauteilen des bestehenden Gebäudes

  • Komplexe Lastabtragssysteme durch unregelmäßige Geometrien und Überhänge

  • Abstimmung zwischen Alt- und Neubautragwerk (Materialübergänge, Setzungsverhalten)

  • Minimierung von Schwingungen und Belastungen während der Bauarbeiten

 

Gründung & Baugrube

  • Baugrubensicherung zum Bestand  und öffentlichem  Gut

  • Unterfangungsmaßnahmen, um Setzungen oder Schäden am alten Gebäude zu vermeiden

  • Begrenzte Platzverhältnisse für Maschinen, Geräte und Materiallagerung

 

Geometrisch anspruchsvolle Architektur

  • Integration großflächiger Verglasungen in komplexe Geometrien

  • Höhere Anforderungen an Maßgenauigkeit bei Anschlüssen und Übergängen

 

Schnittstellen zwischen Bestand und Neubau

  • Abstimmung unterschiedlicher Bauhöhen, Geschossebenen und Fassadenlinien

  • Brandschutztechnische Trennung und sichere Ertüchtigung von Übergängen

  • Planung gemeinsamer Gebäudetechniksysteme (Lüftung, Elektro, Brandmeldeanlagen)

 

Bauablauf & Logistik

  • Bauarbeiten im innerstädtischen, beengten Umfeld mit eingeschränktem Zugang

  • Verkehrs- und Passantenschutz entlang der St. Julien-Straße

  • Phasenweise Errichtung, um Bestandsschädigungen auszuschließen

  • Erschwerte Anlieferlogistik (enge Straßen, kein großer Lagerplatz)

 

Haustechnik-Integration

  • Erneuerung der Haus- und Elektrotechnik im Bestandsesemble

  • Koordination zwischen Altbestandstechnik und neuer Infrastruktur

  • Abstimmung verschiedener TGA-Gewerke auf engstem Raum

 

Fassadenplanung

  • Flächenbündige Fensterkonstruktionen

  • Integration großformatiger Fensterbänder in geneigten Flächen

 

Bauphysikalische und Brandschutz Anforderungen

  • Sicherstellung der Luft- und Wärmedichtheit 

  • Vermeidung von Wärmebrücken

  • Brandschutzsichere Ausbildung komplexer Anschlüsse

  • Integration der neuen Brandmeldeanlage zur Bestehenden 

 

Bestandsnutzung während der Bauzeit 

  • Lärmminderung

  • Erschütterungsreduktion

  • Staub- und Schmutzmanagement

  • Sicherstellung der Zugänglichkeit für Nutzer der angrenzenden Gebäudeteile

 

Renderings & Fotos

Renderings: Asynkron
Fotos: Mark Sengstbratl